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Abhängigkeiten / Suchtbehandlung

Die Abteilung deckt das gesamte Spektrum der suchtmedizinischen Versorgung ab. Sie besteht aus einer Akutaufnahmestation mit 24 Betten, einer offenen Station für "Qualifizierten Alkohol- und Medikamentenentzug mit Motivationsbehandlung" mit 16 Betten. Eine geschlossene Station für "Qualifizierte stationäre Akutbehandlung Drogenabhängiger"/QAD (Beikonsum und Komplettentgiftung) mit 16 Plätzen, eine fakultativ geschlossene Station für Patienten mit Alkohol-, Cannabis- , Amphetamin- , Medikamenten - und/ oder Opiatabhängigkeit mit zusätzlichen psychischen comorbiden Erkrankungen wie Depressionen, Ängsten und psychotischen Störungen sowie Persönlichkeitsstörungen und ADHS mit 21 Plätzen werden ebenfalls vorgehalten. Darüber hinaus zählen eine Suchtfachambulanz und die angegliederte Ambulanz für Methadonsubstitution ebenfalls zur Abteilung.

Das Konzept

Die Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen und Psychotherapie bietet spezialisierte Behandlungskonzepte für Abhängigkeitskranke, insbesondere von Alkohol und Medikamenten und/oder Drogen an. Dazu gehört auch eine qualifizierte Entzugsbehandlung.

Wir verstehen unter qualifizierter Entzugsbehandlung ein Angebot, bei dem nicht nur eine körperliche "Entgiftung" erfolgt, sondern die nachhaltige Veränderung des Umgangs mit der Suchterkrankung im Mittelpunkt steht. Der Wunsch nach Veränderung kommt nicht von alleine, unser Ziel ist die Schaffung der notwendigen Voraussetzungen, d. h. Motivation, Information, Kompetenzerwerb und eine Weiterbehandlungsperspektive.

Da Abhängigkeit als ein Zusammenwirken biologischer, psychischer, sozialer und kultureller Faktoren verstanden wird, entsprechen auch die therapeutischen Angebote dieser Komplexität.

Die stationären Rahmenbedingungen orientieren sich an den Konzepten der qualifizierten Akutbehandlung für Drogenabhängige und der qualifizierten Entzugsbehandlung für Alkoholabhängige des Landes Nordrhein-Westfalen und den aktuellen Leitlinien.

Für die Behandlung stehen multiprofessionelle Teams zur Verfügung, die aus Ärzten, Psychologen, Krankenschwestern und -pflegern Sozialarbeitern, Sport-, Ergo- und Bewegungstherapeuten bestehen. Im multiprofessionellen Team sind verschiedene therapeutische Betrachtungs- und Herangehensweisen vertreten, die auf sozialpsychiatrischen Überzeugungen basieren und sowohl in das Gesamtkonzept als auch in die individuellen Therapiepläne integriert werden.

Die therapeutische Grundhaltung orientiert sich an der Notwendigkeit, verlässliche und verbindliche Strukturen anzubieten und die eigene Verantwortung und Selbstwirksamkeit zu fördern.