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Diagnostik

Auf allen Stationen erfolgt die diagnostische Abklärung der unterschiedlichen Krankheitsbilder einschließlich der körperbezogenen Untersuchungsverfahren. In Abhängigkeit von den Untersuchungsergebnissen werden die individuell geeigneten Behandlungsstrategien und -ziele mit den adäquaten Rahmenbedingungen festgelegt. Ein ressourcenorientierter Zugang zum Patienten dient der Abklärung des individuellen medizinischen Rehabilitationsbedarfes und der Einleitung der außerklinisch sinnvoll erscheinenden Nachsorge.

In ärztlichen Einzelgesprächen wird bei jedem Patienten eine biographische und medizinische Anamnese erstellt, und im weiteren Behandlungsverlauf bieten die Gespräche die Gelegenheit, sich zu entlasten und einen klärenden Einblick in die innerseelischen Schwierigkeiten zu erhalten.

Erheblichen Bedarf an Information und Beratung haben - besonders bei Ersterkrankungen - nicht nur die Betroffenen, sondern ebenfalls die Angehörigen. Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche liegt in der systemischen Einbeziehung relevanter Bezugspersonen durch familientherapeutische Gesprächsangebote. Den Patienten, seine Familie oder auch eine betreuende Einrichtung behindernde Einschränkungen werden thematisiert, vorhandene Lösungsansätze aufgespürt und verstärkt. Eine enge Kooperation mit vom Gericht bestellten gesetzlichen Betreuern ist Bestandteil gemeinsamer Bemühungen zur Reintegration.

Neben der psychiatrischen und psychodynamischen Diagnostik findet eine eingehende körperbezogene Abklärung durch eine körperliche Untersuchung, Laborkontrollen, EKG und EEG statt. Eine testpsychologische Untersuchung ist bei verschiedenen Fragestellungen, wie z. B. der Frage nach dem kognitiven Leistungsvermögen, erforderlich. Eine Beratung und gezielte Behandlung bei zusätzlichen somatischen Erkrankungen erfolgt für die Gebiete der Neurologie, Chirurgie, Innere Medizin und Zahnmedizin durch in der Klinik tätige Fachärzte. Für die übrigen Fachgebiete wird ein Konsiliardienst in Anspruch genommen.